Freitag, 16. Februar 2018

liquidiert

mein groszer bruder hat mir sein auge eingesetzt
das eingesetzte auge 
kurz linse
erledigt das sehen für mich
erledigt blicke ich in das leere schaufenster
nicht leergeräumt
ausgeträumt
das traumende habe ich vergessen
versessen meinen namen zu ändern
ganz im sinne der autokorrektur
das ganze durchschaut will ich keinen anteil mehr dran nehmen
gefühle mögen neuartig sein
doch die inhalte waren bereits vorgegeben
konnte ich dort wirkliche neue gefühle erfahren oder generieren
war es nicht mein erleben in miniatur
eine multiplizierte reduplikation
der druck den bildschirm zu bedrucken
bedrückt
eingewickelt in netzhaut
wo lag das neue
es lag herum
ihe sympathie schrieb sich wie von selbst
mir schrieb immer etwas gegen die gegenwart an
warum
sie mussten es nicht begreifen
mein leben hatte ich schon lange nicht mehr im griff
lieber langweilig als identität
sie wollten das selbstverständlichste tabuisieren
aus langeweile die codes mit realen sanktionen beleben
menschen in den ruin treiben
der ruin konnte nicht aus dem urin abgeleitet werden
*

abschalten um nie wieder durchzudrehen. ich brauche geld für krankheitsbedingte ausfälle und um notfalls freunde zu unterstützen.
*

fluide der jugend oder gefrieren in replikaten haben meine bilder tatsächlich so viel gewicht wie ich befürchte ein handybildschirm wiegt doch fast nichts die auslastung das gewicht fällt aufs gesicht und das letzte gericht entscheidet nicht über mein leibgericht geh bitte deine antenne selbst richten wir haben vielleicht dieselbe linse aber unsere pupillen ausgefallen fällt der druck auf mein gesicht der druck und ich provoziere es trotzdem es liegt an meiner empathie ich entziehe mich der selbstkontrolle selbstbeherrschung weil die königin abgeschafft wurde ok ich werde diese fitzelchen notieren ich scheine das scheinen zu bewältigen habe ich dir gewalt angetan ein völlig neues alphabet doch werde ich zum alten zurückkehren ich hab es gewusst sobald ich gleite gibt es kein entrinnen vom sinn das chaos liegt bereiz in der sprache teilchenbeschleunigung
*

widerspruch
wieder ein spruch
*

[Kurzmitteilung an E.]
wie dachtest du an deine kunst?
wie hast du dich ernährt?
was hatte müdigkeit für einen einfluss auf dein schaffen?
hast du dir ihre worte zu herzen genommen?
wohin hast du sie abgelegt? abgelagert?
die ablagerungen waren wissenstände
verdreckte strände
all das was es noch nicht gab als du lebtest
noch nicht geben musste
ich müsste es dir nicht erklären
hast du vorausgeahnt worauf wir uns hinbewegen?
haben dir deine gedanken nie angst bereitet?
haben sich die anderen nie gewehrt?
soll ich dein lebenswerk weiterführen?
stumpf vor liebe 
ein lebensbaumstumpf
*

es ist sehr wichtig lebenswichtig diese räume sichtbar zu machen 
(das gilt nicht unbedingt den androiden)
wo es mehr als um mich geht
es geht mehr als um mich oder nicht?
welche grammatik, ohne dramatik?
es nimmt mir die luft zum atmen
die mechanismen schnüren meine kehle ab
der brustkorb verfault
ausgebrannt
sie verwechseln meinen brustkorb mit einem einkaufswagen
sie bewerfen mich mit faulen früchten 
sie wollen in meinem brustkorb ihre einkäufe transportieren aber mich hat da keiner vorher gefragt
früher hat es mich gefreut wenn fremde meine bilder entdeckt haben
nun macht es mir angst es treibt mich in die selbstzensur
weil ich sehe wie andere diese plattform gestalten 
ich bin das risiko des persönlichen nicht eingegangen
achten sie wie ich auch nur mehr auf zahlen wie buchstaben

ich lüge wie gedruckt

es macht keinen spass mehr im teenage wasteland zu spielen
weil ich den ernst den stil die normen ins lächerliche ziehe und keiner versteht warum weil es mhier nicht darum geht zu verstehen es ist bloß spiel die allergene im feed sind die gene aller
*

war die frage je wichtig was ich mit meinen körperteilchen machen kann und was nicht
die sorgen der freien szene
schamlos spricht er seine bedenken laut aus
querfeldein ins blickfeld
die sorge nicht professionell genug zu sein
dann verkrampfte er und er zeichnet mir seine gesichtspunkte ins gesicht
ich habe in seinen augen keine andere wahl als unter den aktuellen umständen zu bestehen er nimmt auch mein werk dadurch nicht ernst 
das belächeln wirkt ewig
*

es bleibt verlockend
gespeicherte berührungen
ich war stets mehr maschine als mensch es macht mir keine angst mehr ich habe mich selbst aus dem menschlichen ausgeschlossen den menschen in mir eliminiert druck druck druck zitat ende das zitat endete als ich meine augen öffnete irgendwo da drauszen tippte sie genau dasselbe in ihr gerät wir hätten uns lieber küssen müssen ich musste dich küssen als du mein herz gestohlen hast das problem an den coolen leuten ist dass du von natur aus cool sein musst was ich bin aber nicht jeder ist es ich müsste mein mitleid aufgeben und das ist uncool lachhaft
*

jede sekunde in diesem zeitraum ist eindeutig bemessen. ich tier habe mich hinters glas begeben. ich sehe nur mehr wie jeder aneinander vorbei ich halte ES nimmer aus es ist genug ich steige aus GANZ ist es nicht schon immer so gewesen nur jetzt ist es sichtbar ganz sichtbar mich interessieren all diese leute nicht ich will meinen kleinen radius und nichts mehr das projekt utopie ist hiermit offziell gescheitert aber heute stehe ich wieder zu meinen problemen und will es nie nie nie wieder allen recht machen ich habe mich bis zum wahnsinn zensiert AUS die zahlen wurden mir immer wichtiger überall nur mehr weiss und zahlen (ich weiss) ich akzeptiere nun die grenzen und werde mir nimmer so derb ins eigene fleisch schneiden um zu gefallen sie mögen keine rohkost sie wollen die scheiss gewürzmischung
*

diese schönheit lässt sich nicht kapitalisieren auch wenn es der hausverstand verlangt
*


Montag, 18. Dezember 2017

das ende der fremde

(15.11)

das innere feindbild, wie ein gegenwärtiges gegenteil, habe ich mit bloszen händen, meinen händen, zerschlagen. ich jage keinen automatismen mehr hinterher. ich verdächtige nicht das natürliche. ich lasse die gesten geschehen, als wären sie nass wie fließendes wasser. ich habe keine angst mehr. es wird laut, sehr laut knistern. und ich habe keine angst. in meinem hinterkopf werden die tristen stimmen nicht mehr hallen, sie werden nicht mehr meinen grundton bestimmen. ich werde mich nicht verantwortlich auffressen lassen. ich werde nimmer eins mit der unerbittlichen perfektion werden wollen.
ich werde mehr tanzen.
ich werde dir liebkosende blicke zuwerfen, weil ich dich gern spür. weil du schön scharf bist.
und ich werde nimmer drüber nachdenken. ich werde auf augenhöhe bleiben. ich habe extrem lust.
ich werde dir das skript nimmer nachtragen. nachsagen. vorlesen. vorleben. ich werde nimmer hart sein, betonhart, ich meine wie kaputter unbrauchbarer beton. ich wede mich fallen lassen. den schein lieben wie leben, wenn es passend scheint. die molekühle. die tollwütige sinnsuche aufgeben. mir geht es gut. danke, dass du mich bis jetzt begleitet hast. es wird schön. auf diesen tag habe ich lange gewartet. ich habe gewartet, und jede wartung brachte mich weiter weg. ich gebe meine quarantäne auf. die antenne ist kaputt und ich kann sie nicht selbst reparieren. beinahe hat die edelweissglut mein glühen ausgelöscht. ich fühle das ständige löschen und aktualisieen, nichts mehr aber nun ist schluss SCHNITT

das delirium chlorfrei geklärt

auf auf


ein patzer

meinen namen ausschreiben
das alphabet liegt ausgekotzt vor meinen füszen ein brockiger brei vorm blockhaus (ich habe den brockhaus nie bestellen wollen) ich lese darin meine gegenwart zu wenig alkohol zu wenig selbstbeherrschung meinen freunden ist es herzlich egal herzlich nämlich ich trinke keinen alkohol mehr meine reserven an reserviertheit sind zu ende gegangen ans andere ende des gangs dessen eingang ich hinter mir liesz ich bin nimmer geizig ich achte nimmer drauf wer was wann liked ich vertraue keinen begriffen mehr die überanstrengung lag in der überformung
in meinem innersten bin ich ein schüchterner prolet der tenissocken süsz findet
alles wird gleichgemacht ob ich überforme oder nicht
ich habe mich am einschnitt entzündet, der schnitt, in()dem sich der durchschnitt vollzieht, hatte mich irritiert, aber ich ignorierte aus selbsthassliebe herau. ich ignorierte bis ich mich von meinen grundbedürfnissen entfernte. ich wollte nicht mehr einfach sein. warum? weil ich mich von meiner umgebung schonungslos angreifen und begreifen liesz. ich wollte begreifen, ständig dabei zerstörte es mich zusehends, d.h. ich wurde schwächer, hässlicher, änsgtlicher. es war so, dass ich gegen ständige angst ankämpfen musste. ich begriff und liesz los,  und mache mich nimmer derart bewohnbar. ich wollte so sein, so, wie ich von natur aus bin.

das blatt vor dem mund wollten sie mir nehmen

(08/2017)
.

ich habe dElectra weinen hören. sie blutete, heftig. jeder ging vorbei. ich konnte nicht weitergehen. sie sagte zu mir:

ich spüre die gefühle anderer immer verstärkt, und im grunde kann ich nichts dafür. ich musste meine gefühle, die entscheidenden, weil mir normativ aufgetragen wurde, ich könne nicht einsam d.h. wie ich bin überleben, die entscheidenden musste ich verdrängen und zurückstecken
woher sie kamen ohne wissen woher
ich musste die wahrheit meiner liebe verleugnen.
dadurch habe ich enorme freiheit erlangt, aber auch mein heiliges verloren. diese flexibilität führt dazu, dass ich meine identität nicht mehr auf gefühlsebene stiften/ bezeugen/ manifestieren kann. als stünde mir nur mehr die kunst dafür zu. und niemand bekommt diesen tödlichen spalt mit, oder nimmt seine etwaigen sorgen um mich ernst genug. niemand nimmt sich meiner identität konsequent und streng an, streng im sinne von als hinge meine identität existentiell mit seinem wohlbefinden zusammen. weil alles option wurde, und die alternative nicht mehr ausgeklammert. und nur euch zuliebe verfiel ich in diese transformative freiheit. ihr alle steckt eure entscheidende privatssphäre sorgfältig oder nachlässig ab, jedenfalls exklusiv. ich werde wieder auf das äuszerste verwiesen. bin tragfläche eures visiers. das bestimmte blickfeld. ich finde keine ruhe. ich finde keine ruhe. immer wäre ein funken widerwillen unauslöschbar, unfreiwillig, als alles freiwillig schien. als alles witz wurde, und verhandelbar. als ob ich nicht mitbekommen würde, wenn es auch ihn überkommt, und er aber nicht denkt, dieses bisschen absolute hingabe täte mir gut.
nicht ausgeliefert, sondern anvisiert: mir nahelegen, es sei dringlich und lebensnotwendig: ja, ich möchte lebensnotwendig geliebt werden, und zwar körperlich wie seelisch.
wie flexibel muss ich noch werden
wie viel abfuhr und ablehnung wird ihr noch widerfahren müssen, bis ich mich selbst umbringe?
wie viel???
bitte bringt mich doch um, aber ich meine richtig, nicht durch eure ignoranz und selbstgefälligkeit. die verkrafte ich.
bringt mich um, und ich meine nicht durch eine vollzeitstelle. ich täte sowieso sehnsüchtig bleiben.

euromantic

(2016)

es ist dieses scheitern
die distanz
sich abarbeiten an schattenvergleichen, phantombildern
als wäre mein ebenbild das bild eben ein verbrechen gegen deine schönheit
als wäre dein blick der maßstab gerammt in meinen augapfel
ohne mit der wimper zu zucken 
ständiges abgleichen der fixierten belichtung FIXIERUNG ich bin auf seinen wahn fixiert absolut liebesbedürftig ich will vor sehnsucht nicht einschlafen niemals und aufstehen schon gar nicht
da gab es viele brüche pervers wie ich die dutzenden schnappschüsse vergleiche ständig hin und her und vor allem hin ganz hin
hinnig
die linien im fluss
.

vom zwang besessen besitz zu werden
als wäre ich der gastgeber 
seitdem du in mein leben getreten bist scheint unser lebensgefühl verbunden ich meine unterbunden ich meine EGAL
als ob ich liebe erst verdienen müsse
.

datendusche weil ich von natur aus schmutzig und reizarm bin.
ich entwickle mich zurück, ich kann keine herzlichen gespräche mehr führen: alle stoszen mich ab. es ist mir alles nicht intensiv genug. ich möchte die hassfresser ausschleudern.
er hat mich abgestoszen als er aufhörte sich für mein ding zu interessieren. als er aufhörte für mich da zu sein: nie wieder will ich hierher gelangen. nie wieder möchte ich hier weilen. ab morgen bin ich ein neuer mensch. ab morgen. verdammt. ich möchte nicht mehr spüren, dass es schmerzt zu leben. ich möchte neue menschen spüren, nichts als gefühle.
ich setze seinen unterbau unter wasser: 
scheidewasser


Montag, 23. Oktober 2017

clean eating

Heute habe ich mir die Freiheit genommen, an die frische Luft zu gehen. Nicht einen weiteren Nachmittag meinen Körper am Schreibtisch zu disziplinieren, meinen Arsch mit dem Sessel verwurzelt zu sehen, meine Lebenslust hinters Glas zu verfrachten und in die Tastatur zu hämmern, als wäre es das wichtigste, unausweichlich. Ich hab mich vom beschäftigten Tun losgerissen, als wäre es sowieso normal (es ist normal).
Ich ging ins Waldstück unweit von meiner Wohnung, Gestrüpp, Laubbäume, Tannen, Felder und Rasenfläche, Blumen und Hecken, vereinzelte Obstbäume, kaum Bänke, asphaltierte und eingetretene Pfade, eigentlich ist es eine Mischung aus Park und Wald. Ich blieb an einem ungestutzten Strauch stehen. Ich fing an die kleinen Dornen abzureißen. Ich riss und sammelte bis meine Jackentaschen bis zum Rand voll wurden, bis wirklich kein einziger Dorn mehr reinpassen könnte. Es wäre sonst enttäuschend, in die Wohnung zurückzugehen, im Wissen, meine Jackentaschen nicht maximal ausgefüllt zu haben. Meine Jackentaschen waren also >randvoll<. Die äußere Kälte war jedoch so scharf, dass ich meine Hände in die Jackentaschen pressen musste, zwischen die kleinen, harten Dornen. (Handschuhe hatte ich wie üblich vergessen, ob aus Absicht oder nicht, war mir zu diesem Zeitpunkt egal.) 
Zurück in meiner Wohnung, zog ich vorsichtig meine angefrorenen, zerschnittenen Hände aus den Jackentaschen, vorsichtig, weil die Dornen nicht direkt auf den Boden fallen sollten. Vorsichtig legte ich die Dornen auf dem Tisch hin. Es war mein Schreibtisch, der im Wohnzimmer stand (Wohnzimmer und Küche waren ein Raum in meiner Wohnung). Den Schreibtisch nutzte ich eher als Esstisch, eigentlich habe ich noch nie auf ihm geschrieben. Ich legte alle Dornen auf, nah nebeneinander. Dann nahm ich einen Dorn und steckte ihn in meinen Mund, begann ihn zu kauen. Dorn für Dorn nahm ich in den Mund, die Speichelproduktion steigerte sich mit jedem Bissen. Einige Stückchen verfingen sich in meinem Zahnfleisch, andere kratzten meine Mundhöhle auf, und die meisten schnitten meinen Gaumen. Mein Gaumen stach wie verätzt, als ich versuchte die zerkauten Dornen zu schlucken, also nahm ich ein Glas Leitungswasser, das Runterwürgen wurde schmerzfreier.
Während des Essens schaute ich genau auf die Uhr, ich konnte meinen Blick nicht von der Uhr abwenden. So weisz ich, dass ich eine geschlagene Stunde gebraucht habe, um die gesammelten Dornen ganz aufzuessen. Am nächsten Tag entschied ich mich dasselbe zu essen. Ich würde auf diese Weise viele Ressourcen sparen (Wasser, Strom, Gewürze, Zeit, nicht nur die Kochzeit, sondern auch die Zeit zum Verdauen, die fand ich am nervigsten). Am übernächsten Tag entschied ich mich dasselbe zu essen. Bis zum Ende der Woche aß ich nichts anderes mehr.
Am Dienstag erhielt ich Besuch, völlig unerwartet. Ich hatte gerade eben gegessen und war sehr voll. Ich wurde trotzdem zittrig vor Freude. (War es Freude?) Ich konnte ihm aber nichts zum Essen anbieten, dabei wollte er ohnehin nichts essen. Er hatte schon genug gegessen, versicherte er mir (er sagte es nicht, aber die Art, wie er sich mit mir unterhielt, zeigte es eindeutig). Da ich mehrere Tage in Folge Dornen gegessen hatte, war es klar, dass meine Küsse merkwürdig schmecken würden (wir küssten uns nicht zum ersten Mal). Ich war wund im Inneren, es fühlte sich an, als hätten die Dornen meinen Magen-Darm-Trakt von oben bis unten, an jeder Stelle zerschnitten. Aber es fiel ihm nicht auf, denke ich, er hatte Glasfasern gegessen, sein Speichel war nämlich mit mikroskopisch feinen Glassplittern angereichert. Ich schmeckte es. Ich warf einen schnellen Blick auf seine Zahnkronen, um mich zu versichern, sie blieben unversehrt, und perlweiss, nirgendwo war Blut zu sehen,,,

Mittwoch, 6. September 2017

am flippen

der mit dem gröszten widerstand zieht mich an
wieso
deine gegenwart ist auslöschend. das warten löst in mir gedächtnisschwund aus : eine neue sprache müsste ich erfinden, um bei dir zu seyn. neutral:  du neutralisierst die gewohnten musen. ihre gesichter, ihre hände, ihre worte, ihre tendenzen; sie wirken völlig unvertraut und verirrt. lese ich die stelle immer und immer wieder, um sie mit seele zu bekleiden, weil da nichts dran ist? und es imponiert mir. überwinden möchte ich es nicht. überwinden ist eine allzu machtvolle bewegung. ich sträube mich gegen machtmissbrauch. was braucht es, um es zu begreifen, ES, d.h.

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ausgekramt
sie überblicken eben ihre dinge (nur ihre), geschlachtet und geschlichtet nach grösze, farbe, datum, tendenz, orientierung, etc.
und mir vorwerfen nicht transparent genug zu agieren
zu reagieren
das passierte blosz um mich abzureagieren, meinte er, doch seine antwort folgte nie, auch diesmal nicht. als ob das ausmasz des schmerzes ein leichtes wäre zu ignorieren; bis heute verstehe ich deine ignoranz nicht. und alles liegt geschlichtet da, wird rascher geschlichtet, der staub kommt gar nimmer hinterher zu fallen, und das vergessen kommt auch nicht hinterher,
so viel zu vergessen wäre unmöglich
auch heute kann ich nicht mitansehen, wie ich meine gefühle dir gegenüber umlenken soll
blutbahnen lassen sich ja auch nicht willkürlich umlegen
sie meinen liebe auf objekte umgeleitet verleitet zu weniger schaden (und schadenfreude), ausweichen aufs objektive, ja ja, euer leben pulsiert in meinen augen hindurch, um das zu spüren habe ich keinen gemeinsamen nenner berechnen müssen, innerhalb der sprache wird mir sowieso meine zurechnungsfähigkeit permanent abgesprochen, als wäre es eine regel, ich werde vieles mit ihm absprechen, doch kommen wird es anders,
ich spürte jedenfalls
bedeutet zu spüren zu wissen?
>empfinden< empfand ich als elegante symbiose bis ich merkte, dass ich die schichten, mit denen die realität angereichert und mein bewusstsein ausgestattet, nicht so sichtbar für mich wie für sie scheinen
diese zeilen werden mit dem ausbleiben des lichts hinfällig und unleserlich
ich bleibe also wieder alleine zurück, im endeffekt
das unumkehrbare bleibt bedingungen unterworfen, die spannende entladung eines einzigen augenblicks, ich werde gerne für dich nachfragen, keim problem, an deiner stelle würde ich eben, werde aber verdrängt

-
etwas rosenwasser

verbissen wird das gewissen verissen
keine sorge, sie werden dich nicht vermissen
wortsprache ist lächehrlicher als ich geglaubt habe
ich werde mich nicht mehr hinabbewegen
unten ist es sicher gefährlich, laut wie leise,
ich geriet gern und lange und oft in den SOG
-

TRTT
ich trottel trotte in meinen ausgewaschenen, ausgetretenen tretern am trottouir entlang : triller im ohr, derselbe trott, trilliarden trommelfelltritte






bis die hetze verüber ist, werden noch viele schlusssequenzen vergehen

bitte zieh den keil aus meinem kopf
es eitert und brennt und dröhnt und
abgelenkt
ich bin gut darin von meinen sorgen abzulenken
.
ich sehne mich danach mein gesicht in deine hände zu legen.
gestern habe ich nichts gespürt, als ihr mich umarmt habt. im dickicht der erwartungen schweift der panther umher. ist noch genug platz im käfig?
an mir werdet ihr euch die zähne ausbeiszen. die kronen werden knirschen, das fleisch wird eingeschnitten, die zunge...?
ich möchte in bildern denken
mich besinnen und meine freundesboten um begleitung bitten, täglich. ich möchte mein leben spürbar ändern. in diesem zustand vermag ich nicht das geringste : ich ringe um geringes.
-

gestochen scharf <> scharf gestochen
ich schäme mich nicht mehr richtig ´ ich werde mich für euch alle schämen ´ wir schämen uns nicht mehr richtig ´ fremdscham: ich schäme mich mein fremdes einzuschränken ´ ich berühre öfter bildschirme als hände ´ auch HIER werden wir IHM nicht entkommen können ´ es war mir mehr wert minutenlang in die linse als in ihre augen zu starren ´ dass sich der glanz ihrer augen veränderte fiel mir nicht auf : die intensität ihrer iris wich, für immer, verblasste angesichts dessen, was sie bedrängte ´ mir war das kühle, fast mattierende schwarz der linse lieber ´ DIE LINSE ´ das schwarze loch : eine glassschicht kommt drüber damit ich ja nicht einfallen würde ´ aufs glatteis geführt, zur abwesenheit verführt ´ neyn, wir waren schon immer einsam, doch kommt mir die einsamkeit populärer denn je vor ´ weil ich es mir wert bin
blicke ich öfter
ich vertraue dem äther mehr als meiner umliegenden umwelt, der unmittelbaren sinnlichkeit ´ es zerreiszt mich in bits´ das unumkehrbar unwiderbringliche vorbeiziehen zu lassen ´ es zieht spurlos an mir vorbei ´ am liebsten wäre ich ein system, einwandfrei und zuverlässig und die frage nach anwendbarkeit, lebensdauer, wirksamkeit hinfällig ´ allgemein anerkannt ´ ich wäre am liebsten der gröszte gemeinsame teiler : ich wäre am liebsten das kleinste gemeinsame vielfache ´
ICH LACHE MICH TOT ´ heimgesucht ´ die bedingungen waren von anfang an klar, die bedingungen waren abzusehen und wir haben zugestimmt im glauben sie zu kennen ´ abgesehen davon wird sich selbst in der kleinsten nische staub ansammeln ´ staubsauger und wasserspender ´ die nischen werden überflutet, nie aufgeräumt ´ hier wird nie aufgeräumt ´ AUSGETRÄUMT ´ untertags hallen die gefallenen stimmen in meinem kopf nach ´ bin ich überarbeitet? überlastet? und ich lasse es einfach passieren ´ sie schämen sich nicht, die schamesgrenzen bewegen sich auf ein kleineres zu, auf ein kaum sichtbares satzende, das nicht vertilgt werden kann : ich sehe es trotzdem, unscheinbar klein, sie meinen es ganz ausradieren zu können : das wird nicht gelingen, gelinde gesagt ´ die anschlagtaste hat bisher mehr an worten verschlungen als gepresst ´ das ausmasz, sie unterschätzen die gepriesene linearität, sie möchten verdrängen, dass ihre natur alles andere als linear ist ´ in formen gepresst, die an lächerlichkeit kaum zu überbieten sind : lächerlich, nicht einmal menschenähnlich ´ ein überangebot an spiegeln ´ WER WIRD DENN DAS ALLES SEHEN ´ [das schau ich mir an!] ´ bald mehr verzeichnisse als inhalte ´ ich verzeichne stillstände unserer gesellschaft ´ das unbearbeitete rohmaterial interessiert mich mehr : BLEIB ROH BLEIB RAU NEYN feinsinnig statt engstirnig : die geschöpfe pressen sich gegen meine stirnwand ´ was bleibt mir anderes übrig als zu spüren und mitzuteilen ´ reduced in vienna ´ und ich tue immer noch so, als dürfe mein scharfsinn unverwüstlich um sich wüten : ich bin wütend, da ich auf die blüten vergesse, da ich glaube nichts zu vergessen [...]
-


Montag, 3. Juli 2017

kurzer kurzschluss

(april 2016)

a room of my own /
flimmern in der herzkammer/
ich kann die finger nicht davon lassen / aufblitzende schweisznähte / er hat den grenzposten verlassen / diamonds in my mouth / (das klingt schmerzhaft) / ZOOOOM : hochauflösung [aufgezeichnet] / vom leben gezeichnet / bis auf lebenszeit / überarbeitet / splitter um splitter / for those who don't want to see me shine / reflexion statt reflexe / rebel diamond / ich werde die verlorenen details suchen / (mein orientierungssinn war nie der beste) / trotz aller 0rientierungshilfen habe ich mich verlaufen / no witness - no crime ? / BIS AUFS BLUT / ein weiterer mutterschaftstest / (schafft vater den test?) / glaube an den z u f a l l / communication feels like all i can eat / SCHNITT / kratzer an der oberfläche / „ich wollte dir das wort wirklich nicht abschneiden!“ / neon der erkenntnis / let me spit it out loud <> i'll love you 'til it hurts / fermentierte ornamente / einfach so / manchmal können ausschnitte einschneidend sein / you can't clean it up? / teilzeitich / der barcode ist verblichen / schwarzes feuer / before i commatose ,,, MAKE UP for YOUR M!ND / maybe i'll canceled my feelings from then on / das habe ich verschwitzt /
staubkörner? spucke? rost? spermien? wassertropfen? (falls ja, welches wasser? mineralwasser? salzwasser? fruchtwasser? frischwasser? scheidewasser? goldwasser? abwasser? fühler? stempel? schweiszperlen? narben? kometen? sommersprossen? krater? pickel? glitzer? kristalle? blutspuren? überflüssige linien? / ist es nicht das, was du brauchst ? / mittlerweile schäle ich diamanten